Bruck an der Großglocknerstraße, 18. Mai 2026 – In einem feierlichen Rahmen wurden an der Landwirtschaftlichen Fachschule Bruck die Meisterbriefe der Land- und Forstwirtschaft vergeben. Die Veranstaltung würdigte nicht nur die fachlichen Leistungen der Absolventinnen und Absolventen, sondern auch deren persönlichen Einsatz und ihre Bereitschaft, Verantwortung für die Zukunft der Landwirtschaft zu übernehmen.

Bereits beim gemeinsamen Gruppenfoto vor Beginn des Festaktes war die Freude und Erleichterung der frischgebackenen Meisterinnen und Meister spürbar. Im Anschluss eröffnete Kammeramtsdirektor Franz die Feier und gratulierte als erster offiziell zum erfolgreichen Abschluss. In seinen Worten hob er insbesondere die enorme Leistung hervor, die hinter dem Meisterabschluss steht: Die Absolventinnen und Absolventen hätten es geschafft, eine anspruchsvolle und vielseitige Ausbildung neben Betrieb, Familie und Beruf zu bewältigen – eine Leistung, die großen Respekt verdiene.

Vielfalt der Landwirtschaft im Mittelpunkt

Den inhaltlichen Impuls des Abends setzte Landesrat Maximilian Aigner, der die Bedeutung einer modernen und breit aufgestellten Landwirtschaft betonte. Die Vielfalt der Berufe und Spezialisierungen zeige sich eindrucksvoll in der Gruppe der Absolventinnen und Absolventen. Diese Bandbreite sei ein Spiegel der heutigen Landwirtschaft, die sich ständig weiterentwickelt und immer neue Anforderungen bewältigen müsse.

Aigner unterstrich, dass die Übernahme eines landwirtschaftlichen Betriebes heute mehr denn je eine bewusste Entscheidung sei. Ein Hof brauche Menschen, die mit Überzeugung dahinterstehen und ein positives Bild der Landwirtschaft nach innen wie nach außen tragen. „Es braucht ein klares Ja zur Landwirtschaft“, brachte er es auf den Punkt. Gleichzeitig appellierte er an die Bedeutung von Neugier und Weiterbildung: Nur wer offen für Neues sei und sich laufend fortbilde, könne den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich begegnen. Die hohe Qualität der Meisterausbildung müsse daher auch selbstbewusst sichtbar gemacht werden.

Höhepunkt: Die Verleihung der Meisterbriefe

Im Zentrum des Abends stand die feierliche Übergabe der Meisterinnen- und Meisterbriefe. Diese erfolgte durch Präsident Rupert Quehenberger, Landesrat Maximilian Aigner und Kammeramtsdirektor Franz Wieser. Ausgezeichnet wurden Meisterinnen und Meister in den Bereichen Gartenbau, Landwirtschaft und Forstwirtschaft.

Die Meisterausbildung gilt als höchste nicht‑akademische Qualifikation in der Land- und Forstwirtschaft und vereint fundiertes Fachwissen mit unternehmerischen Kompetenzen. Sie befähigt die Absolventinnen und Absolventen, landwirtschaftliche Betriebe erfolgreich zu führen, innovative Wege zu gehen und nachhaltige Entwicklungen aktiv mitzugestalten.

Lebenslanges Lernen als Erfolgsfaktor

In seinen Grußworten betonte Präsident Rupert Quehenberger die zentrale Bedeutung von Bildung weit über den Meisterabschluss hinaus. „Bildung hört nie auf“, stellte er klar und verwies darauf, dass der Meistertitel einen wichtigen Meilenstein darstellt, aber zugleich Ausgangspunkt für weiteres Lernen ist. Durch das neue Land- und Forstwirtschaftliche Ausbildungsgesetz ist es seit 2024 zudem möglich, den Meistertitel offiziell eintragen zu lassen – ein weiterer Schritt zur Stärkung dieser hochwertigen Ausbildung.

Quehenberger erinnerte sich auch persönlich an seine eigene Meisterzeit zurück. Besonders hob er hervor, dass aus dieser Zeit wertvolle Kontakte und Freundschaften entstanden seien, die bis heute Bestand haben und die berufliche wie persönliche Entwicklung nachhaltig geprägt hätten.

Auszeichnung der Besten des Jahres

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung der „Meisterinnen und Meister des Jahres 2026“. Diese Auszeichnung ging an Persönlichkeiten, die durch besondere Leistungen und innovative Ansätze in ihrer Ausbildung hervorstachen:

  • Alexander Mayer (Salzburg) – Meister des Jahres im Gartenbau
  • Georg Kaltenhauser (Hollersbach) – Meister des Jahres in der Landwirtschaft
  • Roman Prommegger (Großarl) – Meister des Jahres in der Forstwirtschaft

Mit ihren Projekten – von neuen Vermarktungsstrategien über innovative Betriebsentwicklungen bis hin zu zukunftsorientierten Konzepten in der Forstwirtschaft – stehen sie beispielhaft für die Kompetenz und Innovationskraft der neuen Meistergeneration.

Feierlicher Ausklang und Blick in die Zukunft

Umrahmt wurde der Abend von musikalischen Beiträgen, die dem Festakt eine besonders würdige Atmosphäre verliehen. Nach weiteren Grußworten und der Landeshymne fand die Veranstaltung ihren offiziellen Abschluss, bevor die Gäste bei einer gemeinsamen Jause den Abend in geselligem Rahmen ausklingen ließen.

Die Meisterbriefverleihung in Bruck hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig qualifizierte Aus- und Weiterbildung für die Zukunft der Landwirtschaft ist. Die ausgezeichneten Meisterinnen und Meister bringen nicht nur fachliches Know-how, sondern auch Engagement, Innovationsgeist und Verantwortungsbewusstsein mit – beste Voraussetzungen, um die Landwirtschaft in Salzburg und darüber hinaus aktiv und erfolgreich weiterzuentwickeln.

Auch im kommenden Ausbildungsjahr 2026/27 wird wieder ein breites Angebot an Meisterausbildungen in der Land- und Forstwirtschaft angeboten. Interessierte können sich für den Meisterkurs Landwirtschaft Pongau, den Meisterkurs Landwirtschaft am Heffterhof sowie den Meisterkurs Aufbaukurs Forstwirtschaft in Kuchl anmelden. Die Ausbildungen bieten eine fundierte fachliche und unternehmerische Qualifikation und richten sich an engagierte Betriebsführerinnen und Betriebsführer, die ihre Zukunft aktiv gestalten wollen. Anmeldeschluss ist der 14. Juni 2026, eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen.

Kontakt Anmeldung:

Paul Grimming
Tel: 050-2595-3361
Paul.grimming@lk-salzburg.at

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Die Absolventinnen und Absolventen der HBLA im Zweig Landwirtschaft ergänzen die Meisterausbildung mit fundiertem schulischem Wissen und bringen neue Impulse für die Praxis in die Betriebe.

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