MeisterInnenausbildung allgemein - die höchste Stufe der landwirtschaftlichen Berufsausbildung

Die MeisterInnenausbildung in der Land- und Forstwirtschaft ist die höchste Berufsausbildung für PraktikerInnen. Ihr Leitbild definiert neben fundierten fachlichen Fähigkeiten auch unternehmerische Kernkompetenzen in den Bereichen "Betriebsanalyse", "Betriebscontrolling" und "Betriebsentwicklung".

Die MeisterInnenausbildung als höchste Berufsausbildung

2014_04_09_ARGE-JHV_BesteMeisterInnen.JPG © ArchivGrößer Die MeisterInnenausbildung ist die höchste Berufsausbildung für PraktikerInnen in der Land- und Forstwirtschaft. Sie vermittelt Kompetenzen, die ihre AbsolventInnen zu fachlich versierten BetriebsführerInnen qualifiziert. Aktuelles Fachwissen wird in der Ausbildung von ExperInnen vermittelt und mit praktischen Ausbildungseinheiten kombiniert. Die Schwerpunkte liegen in der Qualifikation der MeisterkandidatInnen in Fragen der modernen Betriebsführung und der Ausbildung zu dynamisch selbstständigen bäuerlichen Unternehmerpersönlichkeiten.

Ausbildungsablauf der MeisterInnenausbildung

2014_03_05_Gartenbau (3).JPG © ArchivGrößer Die MeisterInnenausbildung dauert insgesamt rund 12 Wochen (= 480 Stunden) und gliedert sich in Basis- und Fachmodule. Die insgesamt 5 bis 6 Module sind in den meisten Sparten auf drei Kurswinter aufgeteilt. In den Sparten "Forstwirtschaft", "Bienenwirtschaft" und "Gartenbau" sind Ausbildungen in zwei Kurswintern möglich. Die einzelnen Module dauern zwischen einer und drei Wochen, beinhalten thematisch zusammenhängende Ausbildungsgebiete und werden mit Einzelprüfungen, die jeweils direkt im Anschluss stattfinden, abgeschlossen. Darüber hinaus umfasst die MeisterInnenausbildung die Erstellung einer MeisterInnenarbeit und das Führen von betrieblichen Aufzeichnungen.
MA_Landwirtschaft_Module_2014.jpg © ArchivGrößer

Modularer Ablauf der MeisterInnenausbildung

Die MeisterInnenausbildung ist modular aufgebeit und umfasst insgesamt 5 bis 6 jeweils ein- bis dreiwöchige Module. Die drei Basismodule (Betriebsführung, Ausbilderlehrgang, Recht und Agrarpolitik) sind spartenübergreifend gleich und können bei weiteren MeisterInnenausbildungen angerechnet werden. Im Anschluss an die Basismodule folgen die jeweiligen Fachmodule, die spartenspezifisch gestaltet sind.

Zugangsvoraussetzungen zur MeisterInnenausbildung

2014_03_26+27_MP_LBHM (5).JPG © ArchivGrößer Mit der MeisterInnenausbildung kann jede/r beginnen, der/die das 18. Lebensjahr vollendet und den FacharbeiterInnenbrief in der jeweiligen Sparte erworben hat. Weiters können jene Personen zur Ausbildung zugelassen werden, die über eine bestätigte 5-jährige Berufserfahrung in der jeweiligen Sparte verfügen.

MeisterInnenprüfung als Abschluss der Ausbildung

2014_03_10_LBHM_MPschriftlich (5).JPG © ArchivGrößer Zur MeisterInnenprüfung werden jene KandidatInnen zugelassen, die die gesamte MeisterInnenausbildung (= Vorbereitungskurs, MeisterInnenarbeit, Buchführung, Teilprüfungen) positiv absolviert, das 20. Lebensjahr erreicht und mindestens drei Jahre als FacharbeiterIn in der jeweiligen Sparte tätig waren. Die MeisterInnenprüfung gliedert sich in eine 5-stündige schriftliche MeisterInnenprüfung und eine kommissionelle mündliche MeisterInnenprüfung. Ausnahmegenehmigungen können bei der LFA Steiermark erfragt werden.

MeisterInnenausbildung - die Angebote der LFA Steiermark

Die LFA Steiermark bietet laufend Angebote zur MeisterInnenausbildung. Das Zustandekommen von Ausbildungsmaßnahmen hängt von der Nachfrage und den Anmeldezahlen ab.

In folgenden Sparten der Land- und Forstwirtschaft finden Ausbildungen statt:
* Landwirtschaft (jährlich)
* Forstwirtschaft (jährlich)
* Weinbau & Kellerwirtschaft (ca. alle 2 Jahre)
* Obstbau & Obstverwertung (ca. alle 2 Jahre)
* Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement (ca. alle 2 Jahre)
* Bienenwirtschaft (ca. alle 3 Jahre)
* Gartenbau (ca. alle 3 Jahre)
* Geflügelwirtschaft (auf Anfrage)

Information & Anmeldung

LFA Steiermark
Iris Münzer, Dipl.-Soz.-Päd.
0316 / 8050 - 1322
lfa@lk-stmk.at


18.04.2014