Bei der diesjährigen MeisterInnenbrief-Verleihung, die am 31. Oktober 2020 im Steiermarkhof über die Bühne ging, erhielten 78 neue, frisch geprüfte MeisterInnen in fünf verschiedenen landwirtschaftlichen Ausbildungssparten ihren MeisterInnenbrief. Aufgrund der Covid-19 Pandemie musste der traditionelle MeisterInnenball heurigen Jahr leider abgesagt werden. Der Freude über den erzielten höchsten Berufsabschluss und über den Erhalt der MeisterInnenbriefe aus der Hand von Landwirtschaftskammer-Präsident ÖR Franz Titschenbacher und Landarbeiterkammer-Präsident Ing. Eduard Zentner tat dies allerdings keinen Abbruch.

500 Stunden Ausbildung wurden mit Abstand und Maske feierlich gekrönt

Die feierlichen MeisterInnenbriefverleihung bildete den krönenden Abschluss der rund 500-stündigen Ausbildung, die mit der Schriftlichen und Mündlichen MeisterInnenprüfung abschließt. Im Frühjahr 2020 absolvierten 15 Frauen und 63 Männer in fünf verschiedenen Sparten erfolgreich die MeisterInnenprüfung. Neben den üblichen Abschlüssen in „Landwirtschaft“ und „Forstwirtschaft“ legten im heurigen Jahr auch KandidatInnen die MeisterInnenprüfung in den Sparten „Obstbau & Obstverwertung“, „Bienenwirtschaft“ sowie „Gartenbau“ positiv ab. Aufgrund der Covid-19 Pandemie wurde die MeisterInnenbrief-Verleihung um rund ein halbes Jahr verschoben und konnte Ende Oktober vor dem zweiten Lock-Down unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen im Steiermarkhof abgehalten werden.

Die Krönung der landwirtschaftlichen Berufsausbildung

Die MeisterInnenausbildung, die sich auf drei Ausbildungswinter erstreckt, ist die höchste Ausbildung für PraktikerInnen in der Land- und Forstwirtschaft. Die AbsolventInnen eignen sich sowohl betriebswirtschaftliche, rechtliche als auch spezielle fachliche Kompetenzen in den jeweiligen Ausbildungsbereichen an. Darüber hinaus gilt es während der Ausbildung, eine 50-seitige MeisterInnenarbeit zu erstellen, sowie betriebliche Buchführungsaufzeichnungen zu führen.