Bei der diesjährigen MeisterInnenbrief-Verleihung, die am 04. September 2021 im Steiermarkhof über die Bühne ging, erhielten 81 frisch geprüfte MeisterInnen in vier verschiedenen landwirtschaftlichen Ausbildungssparten ihren MeisterInnenbrief. Aufgrund der Covid-19 Pandemie fand auch im heurigen Jahr die Verleihung der MeisterInnen-Zertifikate in kleinerem Rahmen statt. Der Freude über den erzielten höchsten Berufsabschluss und über den Erhalt der MeisterInnenbriefe aus den Händen von Agrarlandesrat Johann Seitinger, Landwirtschaftskammer-Direktor Werner Brugner und Landarbeiterkammer-Präsident Eduard Zentner tat das allerdings keinen Abbruch.

500 Stunden Ausbildung wurden bei „MeisterInnen-Olympiade“ feierlich gekrönt

Die feierliche MeisterInnenbriefverleihung, die unter dem Motto „MeisterInnen-Olympiade 2021“ stand, bildete den krönenden Abschluss der rund 500-stündigen Ausbildung. Im Frühjahr 2021 absolvierten 15 Frauen und 66 Männer in vier verschiedenen Sparten erfolgreich die MeisterInnenprüfung. Neben den üblichen Abschlüssen in „Landwirtschaft“ und „Forstwirtschaft“ legten im heurigen Jahr auch KandidatInnen die MeisterInnenprüfung in den Sparten „Weinbau & Kellerwirtschaft“ sowie „Gartenbau“ positiv ab. Agrarlandesrat ÖR Johann Seitinger unterstrich in seiner Grußbotschaft die Rolle der Landwirtschaft als essentielle Stütze der Gesellschaft hinsichtlich sicherer und qualitativ hochwertiger Versorgung mit Lebensmitteln und Rohstoffen. Kammerdirektor DI Werner Brugner hatte drei große Wünsche an die MeisterInnen: Bewahren der Leidenschaft in der Tätigkeit als Bäuerinnen und Bauern, verstärkte Kommunikation der Leistungen der Landwirtschaft in der Gesellschaft sowie die Menschlichkeit im persönlichen Umgang miteinander.

„MeisterInnen-Olympiade“ mit herausragenden Leistungen

Was die Olympischen Spiele für professionelle SportlerInnen sind, ist die MeisterInnenausbildung für die jungen LandwirtInnen, nämlich der Höhepunkt der beruflichen Ausbildung. Die 81 AbsolventInnen zeigten bei ihrem Abschluss herausragende Leistungen. 19 KandidatInnen erreichten bei der MeisterInnenprüfung 2021 einen ausgezeichneten Erfolg, quasi vergleichbar mit einer Goldmedaille. Ein Gesamtnotenschnitt von 1,92 zeigt das große Engagement, mit dem die 81 jungen MeisterInnen bei der Berufsausbildung ans Werk gingen. Drei AbsolventInnen waren sozusagen die Superstars der MeisterInnen-Olympiade 2021, sie schlossen die MeisterInnenausbildung sogar mit einem Notenschnitt von 1,00 ab. Monika Derler aus Birkfeld (Bezirk Weiz), Markus Better aus St. Peter im Sulmtal (Bezirk Deutschlandsberg) sowie dem Strallegger Christian Schaberreiter (ebenfalls Bezirk Weiz) gelang dieses seltene Kunststück.

Die Krönung der landwirtschaftlichen Berufsausbildung

Die MeisterInnenausbildung, die sich auf drei Ausbildungswinter erstreckt, ist die höchste Ausbildung für PraktikerInnen in der Land- und Forstwirtschaft. Die AbsolventInnen eignen sich sowohl betriebswirtschaftliche, rechtliche als auch spezielle fachliche Kompetenzen in den jeweiligen Ausbildungsbereichen an. Darüber hinaus gilt es während der Ausbildung, eine 50-seitige MeisterInnenarbeit zu erstellen, sowie betriebliche Buchführungsaufzeichnungen zu führen.

Aufgrund der Covid-19 Pandemie wurde die MeisterInnenbrief-Verleihung in Form einer Verleihungsveranstaltung mit knapp 200 TeilnehmerInnen, gemeinsam mit den engsten Familienangehörigen, durchgeführt. Der traditionelle MeisterInnenball, bei dem bis zu 1.000 BesucherInnen die landwirtschaftlichen Ausbildungsabschlüsse feierten, musste bereits zum zweiten Mal abgesagt werden.