Im Jahr 2019 schlossen 97 KandidatInnen die dreijährige MeisterInnenausbildung erfolgreich mit der kommissionellen MeisterInnenprüfung ab. Die MeisterInnenausbildung ist der höchste Berufsabschluss für PraktikerInnen in der Land- und Forstwirtschaft. Sie erstreckt sich auf zwei bis drei Ausbildungswinter und umfasst über 500 Ausbildungseinheiten Präsenzunterricht. Hinzu kommen noch Transferaufgaben, wie gesamtbetriebliche Aufzeichnungen und die Erstellung einer 50-seitigen MeisterInnenarbeit. Bei dieser MeisterInnenarbeit setzen sich die KandidatInnen mit dem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb auseinander. Neben einer fundierten Betriebsanalyse gilt es dabei ein zukunftsorientiertes Betriebsentwicklungskonzept zu erarbeiten.

Mit 97 Abschlüssen im Jahr 2019 wurde der positive Entwicklungstrend der letzten 15 Jahre fortgesetzt. Von 2005 bis 2019 wurden insgesamt 1.179 MeisterInnen in der Steiermark ausgebildet, was einen Schnitt von jährlich 79 Abschlüssen pro Jahr bedeutet.

Steiermark bietet ein breites Ausbildungsspektrum

Die Steiermark bietet MeisterInnenausbildungen in neun verschiedenen landwirtschaftlichen Sparten an und ist damit österreichweit Spitzenreiter was die Vielfalt der Ausbildungen betrifft. In vereinzelten Sparten (z.B. Pferdewirtschaft, Fischereiwirtschaft, Geflügel, Obstbau, etc.) werden Ausbildungen bundesländerübergreifend nur in einzelnen Bundesländern angeboten. SteirerInnen wechseln beispielsweise für Pferdewirtschaft oder Fischereiwirtschaft nach Oberösterreich, während KandidatInnen aus ganz Österreich für die MeisterInnenausbildung Obstbau in die Steiermark kommen.

Mit 38 % entfällt der Großteil der MeisterInnenabschlüsse auf die Sparte Landwirtschaft. Zweitbeliebteste Sparte ist der Weinbau (14 %) gefolgt von Forstwirtschaft (12 %) und Gartenbau (9 %). Die Bienenwirtschaft (8 %), der Obstbau (7 %) und die Geflügelwirtschaft (6%) sind ebenfalls beliebte MeisterInnen-Ausbildungssparten.