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MeisterInnenbriefverleihung 2017

Gestern wurden in der Festung Kufstein die Meisterbriefe in den Bereichen Feldgemüsebau, Obstbau, Betriebs- und Haushaltsmanagement und Landwirtschaft verliehen.

85 frischgebackene MeisterInnen konnten im feierlichen Rahmen in der Festung Kufstein Ihre Meisterbriefe entgegennehmen. Dazu haben sie umfassende Vorbereitungslehrgänge im Umfang von mindestens 360 Stunden absolviert sowie eine fachspezifische Meisterarbeit verfasst.
Meisterinnen Betriebs- und Haushaltsmanagement  2017.jpg © @ die FotografenGrößer Die Ausbildung zum Meister bzw. zur Meisterin richtet sich an Absolventinnen von land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen, an FacharbeiterInnen der 15 landwirtschaftlichen Berufe sowie an BetriebsleiterInnen und mitarbeitende Angehörige land- und forstwirtschaftlicher Betriebe. Grundvoraussetzung für die Zulassung zur Meisterprüfung sind eine dreijährige Tätigkeit als FacharbeiterIn sowie die Vollendung des zwanzigsten Lebensjahres. "Die Rahmenbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft ändern sich und die Betriebe stehen vor immer neuen Herausforderungen. Da ist eine fundierte Ausbildung die Basis, auf der die Zukunft aufgebaut werden kann, wobei die MeisterInnen hier sicherlich die Speerspitze darstellen", beschreibt LH-Stv. Josef Geisler den hohen Stellenwert dieser Ausbildung.

Moderne, modulare Ausbildung

MeisterInnen Feldgemüsebau 2017.jpg © @die FotografenGrößer "Der Meisterlehrgang wurde österreichweit überarbeitet und in ein einheitliches, modulares Ausbildungssystem übergeführt", erklärt Evelyn Darmann, Geschäftsführerin des LFI und der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle. Ziel dabei ist es, sowohl die fachliche, vor allem aber auch die unternehmerische Kompetenz der TeilnehmerInnen zu stärken, um für eine zukunftsorientierte Ausrichtung der Betriebe zu sorgen. "Dafür werden über zwei Jahre betriebliche Aufzeichnungen geführt und die Stärken und Schwächen es Betriebes sowie mögliches Entwicklungspotential und Chancen in der Meisterarbeit dargestellt", so Darmann weiter.

Bildung als Zukunftschance!

MeisterInnen Landwirtschaft Rotholz 2017.jpg © @die FotografenGrößer Die enorme Bedeutung dieser individuellen Analyse der einzelnen Betriebe unterstrich auch LK-Präsident und Vorsitzender des LFI Österreich Josef Hechenberger in seinen Grußworten: "Die Landwirtschaft ist im Wandel und es gibt nicht eine Pauschallösung, um alle Betriebe zukunftsfit zu machen. Daher ist der Aspekt der Durchleuchtung des eigenen Betriebes hin auf Chancen und Möglichkeiten – neben der Vermittlung von fundiertem Fachwissen – ein in meinen Augen ganz wesentlicher Aspekt der Ausbildung zum Meister und zur Meisterin!"
MeisterInnen Landwirtschaft Weitau 2017.jpg © @die FotografenGrößer Die neuen MeisterInnen unterteilen sich in folgende Fachgebiete:
Feldgemüsebau: 28
Obstbau: 10
Betriebs- und Haushaltsmanagement: 11
Landwirtschaft (Standort Rotholz): 16
Landwirtschaft (Standort Weitau): 20
Autor:
Redaktion Tirol
19.05.2017